Umweltschutz im Unternehmen

umweltschutzDer Film "The Corporation", eine Dokumentation über die negativen Seiten der Unternehmenskultur, die wir haben, hat mich zum Nachdenken über die Umwelt, sowie andere Aspekte meines Betriebes bewegt.

Was ist das Problem mit bspw. Elektroautos? Sie belasten die Umwelt nicht weniger sondern mehr, als Benzingetriebene Autos.

Warum?

Weil für Benzingetriebene Autos momentan die komplette Infrastruktur aufgebaut ist und es sehr unwirtschaftlich ist, Elektroautos zu betreiben. Die Unwirtschaftlichkeit impliziert gleichzeitig die stärkere Umweltbelastung: alles was wirtschaftlich ist, ist auch umweltschonend(er) – zur Ausbeutung der Natur gehören auch Investitionen.

So müssen beim Elektroauto neue Tankstellen gebaut werden, es müssen Akkus – oftmals aus hochgiftigen Materialien – neu hergestellt werden, es ist nicht zuletzt auch die Herstellung des Stromes notwendig. Und hier setzt bei den meisten Normalo-Umweltschützern leider das Nachdenken aus. Aus was wird denn der Strom gewonnen? Aus Kohlekraft, aus Atomkraft, aus Gasverbrennung … sogar wenn diese Kraftwerke effizienter arbeiten, als ein Verbrennungsmotor (und das tun sie), geht auf dem Weg zum Elektromotor des Autos einiges verloren. Nicht zuletzt auch an den Lade- und Entladezyklen des eingesetzten Akkus. Er gibt nie die volle Leistung wieder ab, die ihm zugeführt wurde.

Ich plädiere für eine Win-Win Umweltpolitik im Unternehmen. So ist beispielsweise Papier nicht gratis – und hat auch weitere Nachteile. Jeder der einen Drucker besitzt kenn Papierstaus, unbrauchbare Ausdrucke und andere Probleme. Es hat natürlich auch Vorteile – der bequemere, stromlose, Zugriff (damit auch wieder positiv für die Umwelt), höhere Datensicherheit usw.

Was aber vollkommen unnötig ist sind Werbesendungen, die oft in unserem Briefkasten landen. Wir haben kein Interesse an Möbeln oder China-Lieferservice. Sollten wir Interesse entwickeln, so ist die Recherche im Internet nur einen Mausklick weit entfernt. Wir schmeißen also jeden Tag ziemlich viel Papier, das für teueres Geld zweiseitig randlos und farbig bedruckt wurde, weg. Das ist für uns natürlich auch zusätzlicher Aufwand – der Gang zum Müllhäuschen, das Sortieren der notwendigen Post von der Junk-Post, …

Weitere Beispiele sind Wiederverwendung von "Stationery" – Bürobedarf. Bspw. können einmal mit Edding beschriftete Plastikhüllen mit Hilfe von Alkohol und einem Wattepad wieder recycled werden. Auch hier wird zudem der Gang zum nächsten Geschäft bzw. die Bestellung im Internet (und CO2-behaftete Lieferung) gespart.

Jetzt, wo die Firma noch klein ist, ist die Möglichkeit gegeben, solche Win-Win Mentalität in den Köpfen der Mitarbeiter, der Firmenkultur zu verankern. Zeit und Geld gespart, und die Umwelt geschützt. Warum nicht?

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