Warum ich meine Doktorarbeiten abgebrochen habe
Saturday, February 25th, 2012Ich habe bereits zwei Doktorarbeiten abgebrochen bzw. nie richtig angefangen. In beiden Fällen hat mich das Thema nicht interessiert und ich war sehr mit anderen Dingen beschäftigt, beispielsweise mit meiner Firma, aber auch mit dem Studium.
Im ersten Fall gibt es allerdings noch eine kleine Geschichte dazu. Die Doktorarbeit hätte ich in Großhadern geschrieben, bei einem mir zunächst sehr sympathischen Doktorvater. Mir bereitete damals die Assoziation mit Tierversuchen (Bildgebung des Herzens durch neues Verfahren, Validierung an Mäusen die getötet werden mussten – alle.) im Vornhinein Schwierigkeiten und Gewissensbisse. Schließlich sagte ich jedoch zu … und tat keinen Strich für die Arbeit. Modul 1 ist an der LMU sehr zeitaufwändig.
Schließlich erlebte ich aber auch eine andere Seite des Doktorvaters:
- Ich sollte gemäß ihm draußen vor dem Zimmer warten, wo er und einige Kollegen arbeiteten, das hätten er und die Kollegen so vereinbart. Als ich jedoch eines Tages nach ihm fragte, und er noch nicht da war, ließ mich der Kollege im Zimmer warten, bzw. schlug das vor.
- Eine Röntgen-Technische Assistentin kam eines Tages durch das Zimmer wo wir gerade etwas besprochen haben. Sie stellte ihm irgendeine (arbeitsbezogene) Frage. Er antwortete relativ rüde, dass er nicht zuständig sei. Und zu uns sagte er: “Was bildet die sich ein, mich an meinem freien Tag zu belästigen?”
Beide Seiten zusammengefasst, und der Kommentar dass die Tiere “entsorgt” (also getötet) würden, ließen mich schließlich meine Doktorarbeit abbrechen.
Dieser Doktorvater war NICHT per se so, wie ich es gerade geschildert hatte, sonst hätte ich nie angefangen anzufangen … aber ich konnte danach kein tiefes Vertrauen mehr zu ihm haben, dass er mich nicht auch im Stich lassen würde wenn er gerade einen freien Tag hätte oder dgl. … Lesson learned for management purposes.
