Einst war das "Internet" den meisten Leuten ein Fremdbegriff. Sie gingen ruhig ihrer Arbeit nach, flogen um die Welt, und schleppten dabei im Gepäck Wörterbücher, Reiseführer, und Karten mit.
Das hat sich geändert, das "Web" ist integraler Bestandteil unseres Lebens geworden. Während ich diesen Text schreibe, höre ich bspw. Musik über GrooveShark, einen Musiklivestreamingdienst mit einer unglaublich großen Anzahl von Musiktiteln. Mehr als ich in einem ganzen Leben anhören könnte. Und einfacher als je zuvor: die Musik die ich hören möchte kann ich sofort hören, und so oft wie ich möchte, und zahle eine faire Flatrate pro Monat. Meine lokale MP3 Sammlung nutze ich schon lange nicht mehr, es ist bequemer GrooveShark zu benutzen.
Für die Recherche nutze ich selbstverständlich Google, mittlerweile sind auch viele Bücher komplett online verfügbar. Bücher die ich auch tatsächlich mal in die Hand nehmen möchte, bestelle ich bei Amazon.de – ohne meinen PC-Arbeitsplatz zu verlassen.
Durch höhere Bandbreiten werden weitere Möglichkeiten in das Internet verlagert werden, es werden immer mehr "Produkte" in Streaming-Dienste umgewandelt werden. Wie Bill Gates einmal sagte, die nächste Formatschlacht wird nicht zwischen Hardware-Formaten, wie BluRay und DVD geschlagen, sondern zwischen Software-Formaten im Internet.
Jegliche Art des Informations-Austausches ist über einen (entsprechenden) Online-Zugang möglich. Wir sprechen hier von e-Mail, Instant Messenger, Telefonie (auch in Fest- und Mobilfunknetze weltweit), Video-Konferenzen, aber auch klassischen Webseiten, Anwendungen, etc.
Viele Informationen werden in Zukunft ausschließlich online gelagert, angezeigt, und verarbeitet. Die Benutzer loggen sich mit einem beliebigen Browser an jedem Computer der Welt ein, und erhalten über ein Web 2.0 Interface Zugriff auf ihre Daten. Cloud Computing heißt das ganze, Rechnen in der Wolke.
Durch den Siegeszug des SmartPhones wird sich dieser Prozess der Verschmelzung der realen Welt mit der Online-Welt weiter fortsetzen und sogar noch beschleunigen. Es verändert unsere Interaktion mit der Welt. Das SmartPhone ist portabel, kann im Flugzeug im Handgepäck mitgenommen werden – wir können an jedem Punkt der Erde beliebig auf Informationen zugreifen.
Einige der Möglichkeiten der SmartPhones bieten sich gerade für den Aufenthalt im Ausland an, bspw. Live-Übersetzung von Texten im Display, Navigation, und Recherche über Sehenswürdigkeiten, sowie Live-Infos dazu (Augmented Reality, Google Goggles).
Von jedem Punkt, mit beliebiger Geschwindigkeit?
Wenn ich ein Smartphone samt SIM Karte in München kaufe, werde ich es mit ziemlicher Sicherheit auch in Berlin einsetzen können. Doch wie schaut es aus, wenn ich die Grenze nach Dänemark überfahre?
Auf einmal ist es gar nicht mehr so einfach: entweder ich zahle Roaminggebühren, die den Spaß am Surfen nehmen, oder ich muss mich womöglich mit der fremden Sprache, Bürokratie, Geschäfts-Praktiken, usw. auseinandersetzen, was nicht nur Zeit und Nerven kostet, sondern auch nicht jedermanns Sache ist.
Aus erster Hand konnte ich diese Schwierigkeiten bei zwei Aufenthalten in Kroatien, sowie dem Norden Indiens miterleben.
Der in Kroatien gekaufte Surf-Stick kam mit einer Anleitung auf kroatisch. Unser Guthaben war am selben Tag noch verbraucht, weil wir die "Tages-Flatrate" Option nicht aktiviert hatten. Der lokale Besitzer eines Foto-Ladens konnte uns schließlich mit der Einrichtung helfen. Trotz meiner umfangreichen Kenntnisse im IT-Bereich sind
wir an der Sprachbarriere gescheitert.
Natürlich habe ich umfangreich recherchiert, bevor ich nach Indien gefahren bin. Mir ist dabei z.B: klar geworden, dass in Indien andere Mobilfunkstandards herrschen. D.h. ein aus Deutschland mitgebrachter SurfStick würde ncht funktionieren.
Über einen lokalen Anbieter konnten wir uns einen Stick von TATA sichern, und ausreichend Guthaben für den Anfang. Es funktionierte zunächst, bis es auf einmal nicht mehr ging. Ich erhielt eine SMS, "There is a problem, please contact customer service." Der Customer Service von TATA war aber von unseren Handys (mit indischer SIM Karte) NICHT erreichbar, wir mussten extra zurück nach Delhi fahren um über unseren Verkäufer etwas bewirken zu können.
Auch das Aufladen von Guthaben war nicht einfach. Im Internet-Portal war es nicht möglich, mit einer deutschen Kredit-Karte zu zahlen, diese Online-Möglichkeit war nur für indische Banken vorgesehen.
Unser Verkäufer schaffte es lange Zeit nicht, die bereits bezahlten 700 Rupien auf unser Konto zu laden – mangels Kenntnis.
Als ich aus Indien nach Deutschland zurückkehrte stand mein Entschluß fest: SurfNext, die zentrale Informationsplattform für Internet-Zugang wurde geboren.