Archive for the ‘German’ Category

Eine einzige Liebe fürs ganze Leben?

Saturday, March 5th, 2011

Gibt es nur eine "perfekte" Partnerin pro Mann?

Die Evolution sagt nein – und die hohe Scheidungsrate gibt ihr recht.

Wären Beziehungen nur mit "perfekten" Partnern möglich, wären wir nicht mehr hier – die Wahrscheinlichkeit die "perfekte" Partnerin aus allen Frauen dieser Welt zu treffen wäre nämlich sehr niedrig.

Oder sollten wir Metaphysische Effekte bemühen, und sagen, dass man sich, wo immer man sich befindet zu einander gegenseitig hingezogen fühlt, dass man in Situationen gerät, durch die man sich findet?

Die Einstellung, es gibt nur "eine" Frau für einen Mann, durch das ganze Leben lang hindurch, kann sehr lähmend wirken. Man(n) klammert.

Die Illuminatus-Trilogie (Shea / Wilson) öffnet einem durch verschiedenste Beispiele die Augen, wie sehr man auf bestimmte Muster konditioniert wurde, und andere Muster primär ablehnt, ohne rationale Begründung.

Das Festfahren, das Fixieren auf bestimmte Frauen – in Fachkreisen als "One-Itis" bezeichnet, schafft viel Leid und bringt einen der gewünschten Beziehung nicht näher, distanziert eher noch.

Warum die Kollision eines Kometen mit der Erde nicht ausgeschlossen ist

Monday, February 28th, 2011

Komet P/Shoemaker-Levy 9 – 20 Objekte kollidierten vom 16. bis zum 22. Juli 1994 mit dem Jupiter. Sie hinterließen Spuren die größer waren als der Durchmesser der Erde.

Und wir sind nichts Besonderes im Weltraum. Uns kann es auch jederzeit treffen. Hoffentlich kurz und schmerzlos … aber ich gehe davon aus, dass es längere Zeit vorher bekannt sein wird. Das Warten wird schrecklich sein. Vielleicht trifft es aber nicht uns, sondern eine nachfolgende Generation. Oder vielleicht einen "toten" Planeten ohne Lebewesen.

Venus

Monday, February 28th, 2011

Venus ist nicht umsonst die Göttin der Liebe und der Schönheit. Denn geliebt wird was (oder wer) schön ist, und zwar immer schön im individuellen Sinn.

Alles unter 3,5 Tonnen

Thursday, February 17th, 2011

Ich darf mit meinem Führerschein der Klasse B alles unter 3,5 Tonnen fahren. Hauptsache es hat Räder!

muelltonne

So ein Grafiktablett macht doch einfach Spaß, oder?

Sozial verträgliche atomare Transaktionen

Tuesday, February 15th, 2011

Oft wird von Computer-Experten erwartet, dass sie Nachbarn / flüchtigen Bekannten unentgeltlich oder gegen ein Taschengeld helfen.

Nicht alle können sich natürlich Stundensätze von 60 €+ netto leisten. Vielleicht empfinden manche diese Preise sogar als überhöht. Der Grund warum diese Sätze zunächst trotzdem sein müssen ist schnell erklärt: ein hochspezialisierter Anwalt verlangt auch in einfachen Fällen die nicht den Einsatz seines kompletten Fachwissens erfordern, "seinen" Satz. Es ist die gleiche Person, die die gleiche Zeit aufwendet. Die diese Zeit für andere (spezialisierte) Fälle aufwenden könnte, oder auch einfach mehr Freizeit haben könnte.

Die Frage lässt sich auch vereinfachen zu "Was ist mir meine eigene Zeit wert?" Lasse ich zu, dass andere Menschen meine Arbeit als "Hobby" empfinden und dementsprechend einfach einen pro bono Einsatz, wo vielleicht "natürlich die Fahrkosten erstattet werden", und jenseits davon einfach erwartet wird dass man aus reiner Nächstenliebe hilft? Wie viel seiner Freizeit will man damit verbringen, sich von anderen (gut gemeint) ausnutzen zu lassen?

Ein erwachsener Mensch nützt andere nicht aus, sondern bietet eine entsprechende Gegenleistung.

Damit also der Rückgriff auf ein einfaches Konzept aus der grauen Vorzeit: der Tausch. Falls jemand nicht genug Euronen in den Tausch einbringen kann (weil er sich bspw. einen neuen Mac gekauft hat), darf er mit seiner Zeit zahlen.

Jeder Mensch kann seine Zeit (und seine speziellen Fähigkeiten) direkt gegen die Zeit des anderen eintauschen!

Es gibt hier kein "aber das kommt sozial schlecht an". Wer sich weigert, wenigstens genauso viel Zeit zu investieren, wie man selbst einbringt, bringt damit zum Ausdruck, dass er oder sie sich aushalten lässt. Und solchen Menschen tut es gut, ihre Probleme selbst in den Griff zu kriegen :-)

time-is-of-essence

Zu dem Titel: "sozial verträgliche atomare Transaktionen":

  • sozial verträglich, da auch einkommensschwache Menschen die Möglichkeit haben, die Dienstleistung zu erhalten
  • atomar – die faire Entlohnung wird nicht auf die (vage) Zukunft geschoben, (bspw. "sie könnte mich weitervermitteln") sondern konkret mit der Zeit des anderen beglichen
  • Transaktionen – es handelt sich hier um einen fairen Austausch im Sinne beider Parteien, eine Transaktion. Beide Parteien schulden sich danach gegenseitig nichts.

Gott hat einen Plan

Saturday, February 12th, 2011

Der kategorische Imperativ von Kant fordert, stets so zu handeln, dass die eigene Handlungsweise allgemeines Gesetz werden könnte.

Ist das im Alltag umsetzbar? Das Problem ist das Wort "allgemeines Gesetz". Aus verschiedenen Perspektiven ergeben sich verschiedene Handlungsweisen, die oft inkompatibel miteinander sind.

Konkretes Beispiel: für einen Kunden wird eine Dienstleistung erbracht. Es führt aus Sicht des Kunden (durchaus auch nachvollziehbar von uns) nicht zum gewünschten Erfolg. Es wurde jedoch Zeit von uns investiert, um diese Dienstleistung zu vollbringen. Der Kunde ist nicht bereit den vollen Betrag zu zahlen – wir sind damit einverstanden, möchten daraus jedoch eine Gutschrift auf die nächste Rechnung machen.

Wir betreiben eine Firma, und haben keinen fest bezahlten und "sicheren" Studentenjob. Der Aufwand auf unserer Seite und das allgemeine Risiko des Verdienstausfalles ist deutlich höher als bei eben einem Studentenjob. Eine 100 % Risikoübernahme auf unserer Seite ist wirtschaftlich nicht sinnvoll, bzw. wir müssten extreme Prämien bei Erfolg verlangen.

Den Kunden interessiert das alles natürlich nicht. Er möchte im Idealfall eine 100% Absicherung dass sein gewünschter Erfolg herbeigeführt wird. Falls der Erfolg ausbleibt wäre ihm das Liebste, auf die Bezahlung zu verzichten.

Es handelt sich ganz konkret um widerstrebende Interessen. Man kann kein allgemeines Rezept dafür ausstellen, kein allgemeines Gesetz aufstellen das sowohl für die Firma als auch für den Kunden gilt. Die Entscheidungen sind zudem immer Situationsabhängig (hat der selbe Kunde bspw. schon in der Vergangenheit größere Nachlässe gekriegt? Hat er unrealistische Ansprüche gehabt, und damit das Risiko erhöht?)

Lange habe ich aber genau das versucht – ich habe versucht, eine solide Entscheidungsgrundlage zu erreichen, die allgemeingültig wäre. Meine Motivation dafür war Konflikte zu vermeiden, sich bei Entscheidungen absolut sicher zu fühlen, dass man das richtige macht (wenn man im eigenen Sinne handelt bleibt manchmal ein schaler Nachgeschmack des Egoismus).

Es ging mir also um sozial gerechtes Handeln. Wie handele ich so, dass alle gerecht behandelt werden, keiner zu Schaden kommt? Aus wessen Perspektive sollte ich den Schaden sehen?

  • Zwischenmenschlich
  • Auf die gesamte Menschheit ausgeweitet
  • Auf die Tiere ausgeweitet
  • Auf das gesamte Ökosystem Erde ausgeweitet

Bspw. setzen wir allein durch unser Leben auf der Erde (bspw. durch den Betrieb des Servers der diese Seite präsentiert) Energie um. Sollte diese Energie lieber nicht für nachfolgende Generationen aufbewahrt bleiben? Sollten wir keine Tiere mehr schlachten, aber dann auch nicht mehr züchten und halten?

Im Kern reduziert sich die Frage auf "was ist ein guter Mensch, gutes Handeln, und ein schlechter Mensch und schlechtes Handeln?"

Die Antwort ist: je nachdem von welchen Kriterien, welchem Wertesystem man ausgeht. Ein gottesfürchtiger (einfältig-akzeptierender) Mensch ist aus Sicht der Kirche im Mittelalter gut gewesen. Jedoch waren es die Menschen, die die Bíbel und deren Anspruch auf Absolutheit hinterfragt haben, die uns mehr Erkenntnisse über unsere Welt brachten. Vom Aufbau des Sonnensystems (mit der Sonne im Zentrum) bis hin zur Evolution.

Gut und schlecht ist eine biologische Notwendigkeit, eng gekoppelt an Leid und Freude. Personifizierend gesagt dienen sie den Genen zur Kontrolle der biologischen Entscheidungsfindungen. Es werden art-erhaltende und -fördernde Handlungen als positiv kodiert, diese Ziele gefährdende Handlungen negativ. Leid und Freude sind deren Steuerungsinstrumente.

Die Konzepte von gut und schlecht – von den Genen mitgegeben, aber auch erlernt, schwanken genauso wie die Nasenform von Mensch zu Mensch. Daher entstehen auch immer wieder Konflikte zwischen verschiedenen "guts". Das erinnert an die Geschichte vom Hund und Pferd die einander mit "den besten Stücken" beschenkt haben – Heu für den Hund und ein fleischiger Knochen für das Pferd. Mit den besten Absichten.

Viele "gute" Dinge die als solche von der Gesellschaft absolut gesehen werden gehen auf diese biologischen Wurzeln zurück:

  • das Leben ist "gut", man sollte Menschen vor dem Selbstmord bewahren
  • Partnerschaft ist wünschenswert und gut
  • es ist sinnvoll, nach Erfolg zu streben
  • das Horten von Wertgegenständen ist absolut notwendig (für die schweren Zeiten die da noch kommen werden)

Wer nicht lebt kann sich nicht fortpflanzen. (Selbstmörder gehen vielleicht einer Art "Apoptose" aus sozialer Sicht nach, um die Ressourcen der Gesellschaft zu schonen). Wer einen Partner hat, hat es natürlich bequemer sich fortzupflanzen, ist auch abgesicherter und besser versorgt (genauso wie man ein USV an strategische Server dranhängt). Erfolg in der Gesellschaft bedeutet bessere Absicherung, höheres Profil, und zudem profitiert unsere gesamte gesellschaftliche Entwicklung massiv von solchen profilneurotischen Individuen. Wertgegenstände bringen Sicherheit in den "kalten" Tagen. Und sorgen für Ablenkung von der Wahrheit – dass es auf der Welt nichts absolut gutes gibt. Natürlich auch nichts absolut schlechtes.

Menschen die einen anderen Zugang zu dem Leben haben, die vielleicht auf Partnerschaft und Karriere verzichten möchten, werden als Spinner verlacht. Es ist doch selbstverständlich, "dass man das möchte"? Nein, ist es nicht. Es sind die Gene die es möchten (und je nach Variation in unterschiedlichem Maße, daher kann es diese "Spinner" überhaupt erst geben.)

Im Vergleich zu uns haben Tiere einen Taschenrechner von Gehirn. Doch mit der zunehmenden Komplexität, die uns so erfolgreich macht, kommt (für die Gene, aber auch für uns) ein hoher Preis: Selbstreflexion, Zweifel, …

Daher musste die Natur wieder in die Trickkiste für einige besonders wichtige und schwierige Prozesse in unserem Leben greifen. Partnerschaft bspw. Es ist hinlänglich bekannt, dass frisch verliebte nicht ganz zurechnungsfähig sind – sie sehen alles durch die rosarote Brille. Die Natur sorgt dafür, dass der kritisch-analytische Frontalkortex unterdrückt wird. Eine Partnerschaft bedeutet doch ein massives Ressourceninvestment, und eine beträchtliche Freiheitsaufgabe! (Es ist es wert sagen die Leute. Ist es das?)

Religion und Gott sind ein anderer Trick. Woher kommt die Vorstellung vom bärtigen alten Mann der es gut mit einem meint? Warum braucht Gott einen Bart, oder überhaupt eine menschliche Form? Weil er (in dieser Form) das Produkt einer Übertragung ist. Nachdem man mit den eigenen Eltern ab einem gewissen Alter ebenbürtig wird, und sie einen nicht mehr vor der Welt "beschützen" können, verlegt man die Vaterfigur mit den ganzen Eigenschaften eines liebevollen Vaters (oder auch eines narzistisch veranlangten – "Du sollst keine Götter neben mir haben") in den lieben Herr-Gott im Himmel.

Religiöse Menschen werden leichter mit den Krisen fertig. Hier wird eine grundsätzliche menschliche Eigenschaft bis ins perverse gestreckt: Menschen müssen nicht unbedingt sofort belohnt werden, sie können für einen größeren Vorteil in der Zukunft auf die momentane Lustbefriedigung verzichten. Würde sonst noch jemand von uns arbeiten? Oder in die Schule, Uni gehen? Religion verspricht nicht weniger als das ewige Leben im Paradies … aber das ist ein Thema für sich. Ich behaupte, dass Religion eine bioligische Kreation ist, und dass Zeugen Jehovas, Scientologen, Hare-Krishna-Anhänger, aber auch sehr patriotische Menschen einfach eine hohe Aktivität des religiösen Zentrums haben: sie glauben an logisch nicht nachprüfbare Konstrukte. Diese Konstrukte sind zudem relativ leicht zu zerlöchern – warum sollte bspw. ein Staat besser als der andere sein? Oder eine Religion besser als die andere??

Die Religion wirkt meines Erachtens als Drossel im Gehirn, die logisch-kritische Auseinandersetzung mit dem Thema verhindert.

Nicht nur die religiösen Fundamentalisten, auch wir nehmen die Welt wahr, wie wir sie gerne hätten, das ist intrinsisch menschlich. Auch wenn alles darauf hindeutet, dass die Welt anders ist, wir bleiben weiter im Hamsterrad drin. Ein Hamsterrad dass die Gene angeschmissen haben – man könnte fast sagen sie missbrauchen uns für ihre Zwecke. Doch würden wir das nicht so sehen, wenn die Gene und die Meme uns nicht zu dem gemacht hätten was wir sind. Auch das Widerstreben dagegen, von jemanden missbraucht zu werden, ist einfach ein Schutz gegen unangemessenen Energieverlust.

Das ist die tiefste Ebene, auf der Entscheidungsfindung stattfindet, auf der gut und böse "klar" definiert sind – das, was biologisch / sozial sinnvoll ist, und was es nicht ist (war das Aussterben der Dinosaurier sinnvoll?). Im Prinzip ist alles werteneutral.

Das Verdrängen des eigenen Todes ist vollkommen sinnlos, es passiert nichts "schlimmes". MIt der Geburt haben unsere Eltern uns auch den Tod mitgegeben. (ist das sozial verantwortungsvoll?) Man sollte sich einfach täglich bewußt sein, dass man nur über eine begrenzte Lebensspanne verfügt. Sollte man sich wirklich mit Dingen beschäftigen die einen nur belasten? Sich daran festbeißen und sich und andere unglücklich machen? Sollte man wirklich für vergangene Entscheidungen ein schlechtes Gewissen haben? Sollte man wirklich intolerant sein?

Es gibt keine solide, nicht-relative Entscheidungsgrundlage zu der wir vorstoßen können, die allgemeingültig ist. Der kategorische Imperativ ist Fiktion.

Daraus ergeben sich für mich zwei einfache Schlussfolgerungen:

  • Toleranz anderen Wertesystemen (anderer Menschen) gegenüber.
    Es gibt kein definitives Entscheidungssystem – Entscheidungen sind immer subjektiv.
  • Vertrauen und Akzeptanz in das eigene Wertesystem
    Entscheidungen müssen trotzdem gefällt werden. Wenn man nicht entscheidet, tut es jemand anders für einen selbst.

(Und als Bonus: wenn man nicht das "perfekte" Leben geführt hat, war man einfach man selbst.)

Glück und Leid kamen mit den Genen.

Austrittserklärung aus dem Finanzamt

Sunday, February 6th, 2011

Austrittserklärung für das Finanzamt (PDF)

Hunde

Friday, February 4th, 2011

Danke an A. für das PDF!

Hunde.pdf

Interview mit Inga Humpe

Sunday, January 30th, 2011

Sehr lesenswert IMHO

http://www.welt.de/kultur/article4298549/Inga-Humpe-war-eine-RAF-Sympathisantin.html

Trafficverschwendung

Sunday, January 30th, 2011

Und die Chinesen "attackieren" unseren Server weiter. Heute habe ich erfahren, dass wir innerhalb von 30 Tagen 125 GB incoming traffic auf unserer SIP VZ hatten, das meiste selbstverständlich von einer einzigen chinesischen IP. Sehr schön wird das auch dadurch gezeigt dass der Outgoing Traffic nur 5 GB betragen hat (und da die Gespräche sowohl rein als auch raus laufen, also durch den Server geproxyied werden bei uns, entspricht das eher dem wahren Gesprächsaufkommen).

Ich habe ausgerechnet, dass es ca. 0,38 MBit pro sec Dauertraffic entspricht, d.h. wir haben genug Reserven. (mit einer 100 MBit Anbindung, die bei Bedarf auf 1 GBit umgestellt werden kann).