Warum möchte man mit verschiedenen Frauen (als Mann) oder Männern (als Frau) nur Freundschaft, keine Partnerschaft?
Weil das Gehirn nicht auf die richtige Art und Weise stimuliert wird.
D.h. entweder es wird nicht genug stimuliert -
- die andere Person ist nicht attraktiv genug
- die andere Person ist nicht intelligent genug
- die andere Person kann nicht gut genug kommunizieren
- die andere Person ist vom falschen Geschlecht (für homosexuelle)
oder es werden die falschen Zentren stimuliert
- Angst / Fluchtreflex bei Personen mit Bindungsangst
- Freundschaftliches Interesse statt partnerschaftlichem Interesse
Es läuft also alles auf Stimulation der richtigen Zentren hinaus.
Die Stimulation der Zentren
Diese Zentren haben natürlich auch vorgesetzte Filter, die über mehrere Aktivierungsstadien hindurch überwunden werden müssen. So wird bei einem Unbekannten ein intimer Zungenkuss eher den Fluchtreflex aktivieren, als erotische Gefühle.
Um in einer Person romantisches Interesse an sich zu erwecken muss man eine Sequenz von aufeinander abgestimmten Schritten in präziser zeitlicher Reihenfolge ausführen.
Selbstverständlich sind initial auch Filter zu überwinden, auf die man wenig Einfluß hat. Bspw. ist es bei bindungsgestörten Personen teilweise gar nicht möglich, diese Filter zu überwinden. Das Signal wird im Gehirn "umgeroutet", da Bindung mit Zwang / Verlust des eigenen Egos gleichgesetzt wird. Es erfolgt ein Fluchtreflex, der sich auch als Agression äußern kann.
Sind diese initialen Filter überwunden, kann man mittels einer durch Trial-and-Error optimierten Sequenz immer bessere Erfolge erzielen.
Ablehnung
Daher ist es auch sinnvoll mit Ablehnung als "mißlungenes Experiment" umzugehen, aus dem man lernen kann:
- manche Faktoren kann man nicht oder nur schwer beeinflussen (eigenes Alter, Bindungsangst des Partners)
- manche anderen Faktoren kann man variieren (eigene Kleidung, Kommunikationssequenz)
Schlussendlich lohnt es sich, Experimente mit Variierung der Parameter zu wiederholen, um zu einem erfolgreichen Resultat zu kommen.
Selbstverständlich ist auch die Wahl des Partners in spe ein solcher Parameter. Partner die bekannt für Untreue in der Vergangenheit sind, werden dieses Muster in der eigenen Beziehung bspw. höchstwahrscheinlich fortsetzen. Es ist töricht sich einzubilden dass man etwas besonderes ist. Man zeigt dem Partner gegenüber vermutlich ähnliche Kommunikations- und Bindungsmuster wie die Vorgänger, und er oder sie wird ähnlich darauf reagieren.
Muster und Zeichen
Es lohnt sich die eigenen Kommunikations- und Partnerwahl-Muster zu identifizieren. Nicht umsonst kommt es immer wieder zu ähnlichen Partnerschaften und ähnlich verlaufender Beziehungsdynamik.
Der Partner muss von vornhinein bestimmte Muster zeigen damit wir uns für ihn oder sie überhaupt interessieren. Wenn diese Muster allerdings Zeichen von bestimmten schädlichen Verhaltensweisen sind – bspw. von Ablehnung / Angst vor Partnerschaft – werden wir immer wieder auf solche Problemfälle stoßen, und uns immer wieder die Zähne an ihnen ausbeißen.
Bestimmte Verhaltensweisen, Eigenschaften usw. sind Zeichen für bestimmte Charaktereigenschaften des Partners.
Beispielsweise deutet Angeberei mit eigenen Projekten und Leistungen, sowie Erniedrigung anderer oder ihrer Leistungen, auf ein sehr geringes Selbstwertgefühl hin. Ein solcher Partner kann sehr anstrengend sein.
Daher ist Freundschaft mit manchen Menschen eine bessere Lösung, von der alle mehr profitieren. Bis sie sich ändern … und der Weg für mehr frei wird.