Archive for the ‘philosophy’ Category.

Miracles in Nature

As I’m typing this, it’s raining here in Munich, the sun is hidden by grey clouds. Yet, apart from my two monitors and some lit up displays of phones, etc. I’ve got no further artificial light sources. The sun is shining and it’s energy, the photons, travel millions of miles to finally hit upon our retinas.

Isn’t this wonderful? The sun is shining! Think about it. You are probably taking it for granted. You’ve becomed accustomed to it, you never give it a second thought, do you?

A real miracle is the sun’s constant burning-rate of it’s fuel, hydrogen . Why does it not use up the energy in one big blast? Because there are several forces at work! One being the gravitation, which keeps compressing the sun’s matter until it “ignites” and starts a fusion reaction. This fusion reaction generates energy and heat, which counteract to the gravity – they tend to expand the sun’s matter. Thus, a dynamic balance is preserved until all of the sun’s hydrogen has been burned up. This will be the case in about 4 billion years.

What can we learn for the daily lifes of this, I wonder?

incredible-sunset

Umweltschutz im Unternehmen

umweltschutzDer Film “The Corporation”, eine Dokumentation über die negativen Seiten der Unternehmenskultur, die wir haben, hat mich zum Nachdenken über die Umwelt, sowie andere Aspekte meines Betriebes bewegt.

Was ist das Problem mit bspw. Elektroautos? Sie belasten die Umwelt nicht weniger sondern mehr, als Benzingetriebene Autos.

Warum?

Weil für Benzingetriebene Autos momentan die komplette Infrastruktur aufgebaut ist und es sehr unwirtschaftlich ist, Elektroautos zu betreiben. Die Unwirtschaftlichkeit impliziert gleichzeitig die stärkere Umweltbelastung: alles was wirtschaftlich ist, ist auch umweltschonend(er) – zur Ausbeutung der Natur gehören auch Investitionen.

So müssen beim Elektroauto neue Tankstellen gebaut werden, es müssen Akkus – oftmals aus hochgiftigen Materialien – neu hergestellt werden, es ist nicht zuletzt auch die Herstellung des Stromes notwendig. Und hier setzt bei den meisten Normalo-Umweltschützern leider das Nachdenken aus. Aus was wird denn der Strom gewonnen? Aus Kohlekraft, aus Atomkraft, aus Gasverbrennung … sogar wenn diese Kraftwerke effizienter arbeiten, als ein Verbrennungsmotor (und das tun sie), geht auf dem Weg zum Elektromotor des Autos einiges verloren. Nicht zuletzt auch an den Lade- und Entladezyklen des eingesetzten Akkus. Er gibt nie die volle Leistung wieder ab, die ihm zugeführt wurde.

Ich plädiere für eine Win-Win Umweltpolitik im Unternehmen. So ist beispielsweise Papier nicht gratis – und hat auch weitere Nachteile. Jeder der einen Drucker besitzt kenn Papierstaus, unbrauchbare Ausdrucke und andere Probleme. Es hat natürlich auch Vorteile – der bequemere, stromlose, Zugriff (damit auch wieder positiv für die Umwelt), höhere Datensicherheit usw.

Was aber vollkommen unnötig ist sind Werbesendungen, die oft in unserem Briefkasten landen. Wir haben kein Interesse an Möbeln oder China-Lieferservice. Sollten wir Interesse entwickeln, so ist die Recherche im Internet nur einen Mausklick weit entfernt. Wir schmeißen also jeden Tag ziemlich viel Papier, das für teueres Geld zweiseitig randlos und farbig bedruckt wurde, weg. Das ist für uns natürlich auch zusätzlicher Aufwand – der Gang zum Müllhäuschen, das Sortieren der notwendigen Post von der Junk-Post, …

Weitere Beispiele sind Wiederverwendung von “Stationery” – Bürobedarf. Bspw. können einmal mit Edding beschriftete Plastikhüllen mit Hilfe von Alkohol und einem Wattepad wieder recycled werden. Auch hier wird zudem der Gang zum nächsten Geschäft bzw. die Bestellung im Internet (und CO2-behaftete Lieferung) gespart.

Jetzt, wo die Firma noch klein ist, ist die Möglichkeit gegeben, solche Win-Win Mentalität in den Köpfen der Mitarbeiter, der Firmenkultur zu verankern. Zeit und Geld gespart, und die Umwelt geschützt. Warum nicht?

Der Chef macht dem Hund das Leben schwer

Manche Menschen sind nicht zu Höherem geboren.” Dieser Satz wird mir lange in Erinnerung bleiben. Ausgesprochen hatte ihn eine Frau L. für die ich als studentische Hilfskraft Vertretung während ihres Urlaubs gemacht hatte. Frau L. erbrachte Schreibdienstleistungen nach Banddiktat für Ärzte eines Krankenhauses und stand (steht?) ständig unter Angst, dass sie einen Fehler machen könnte und dafür haften müsse. Auf meinen Vorschlag, dass die Arbeit die sie mache nicht menschenwürdig sei (da nicht kreativ), und man (ich) doch eine Software schreiben könnte, die ihr zumindest zur Hand geht, damit die Arbeit schneller geht, reagierte sie – verständlicherweise – allergisch.

Den Satz glaube ich nicht. Ich denke Frau L. und viele, viele Menschen setzen sich Rahmen, teils aus Angst vor der Zukunft, teils sicherlich aus Bequemheit und vielleicht auch aus Mangel an Bildung, Ideen, usw. Ich denke dass kein Mensch dazu geboren ist, als Sklave zu schuften und sich ständig Unangenehmes vom Chef gefallen zu lassen (was in Frau L’s Fall natürlich nicht unbedingt gegeben war, mir ist ihr Verhältnis zu den Auftraggebern unbekannt. Nebenbei bemerkt ist Frau L (Klein-)Unternehmerin, wozu auch Mut und Entschlossenheit gehört!)

Manche Menschen versacken immer tiefer in den gleichen Beziehungsmustern. Ich kenne das Problem, und leide heute noch daran, daher kann ich diese Menschen verstehen: es ist nicht nur die Angst, sondern auch die Trägheit die einen in diesen Mustern verharren lässt – wo es doch eigentlich viel Größeres zu entdecken wäre! (Manche Menschen haben natürlich mit dem Kleinen auch schon alle Hände voll zu tun und sind eigentlich bedient).

Mein Vater und ich haben heute in der Post eine solche Frau getroffen, die 45 Jahre lang vor ihrem Chef “geduckt” hatte, und das jetzt leider an ihrem Hund ausläßt: “unsereins hat es ja auch nicht immer leicht gehabt”.

Es ist ein hübscher Hund, dem sicher in guten Zeiten auch viel Liebe gegeben worden ist. Obwohl ich am Anfang instinktiv verärgert über die Frau war, wie sie mit dem Hund umgeht, hatte ich doch nach ihrer Geschichte etwas Mitleid und mehr Verständnis für sie. Und natürlich einen Sack voll Mitleid mit dem Hund, der jetzt unter den Beziehungsmustern der Frau leiden muss.

Der Chef der Frau hat sie wohl (?) ungerecht behandelt. Uns allen sind solche Menschen bekannt, die manchmal impulsiv sind, und ihre Wut an anderen auslassen. Es kommt manchmal zu einem Ketteneffekt: der Chef schimpft den Mitarbeiter, der schimpft seinen Hund … und weder der Hund noch der Mitarbeiter können wirklich etwas dafür, dass sie geschimpft werden. Es wird einfach an ihnen Dampf abgelassen. Ist das gerecht? Ist das schlecht? Ist das echt? Kommt es von Herzen?

Ich denke, dass ein Firmenleiter eine große Verantwortung hat. Nicht nur für seine Firma, seine Projekte und seine Kunden, sondern auch den Mitarbeitern gegenüber. Eine negative Firmenkultur ist im Nu etabliert, kann jedoch nach 45 Jahren einem Hund das Leben zur Hölle machen … und eine positive kann den Mitarbeiter entfalten, und aus einer Raupe einen Schmetterling für den Rest seines Lebens machen!

Geld ist nicht alles …

3B7206Geld an sich ist nichts – in einem Moment wertlos, wenn es von keinem Menschen mehr akzeptiert wird. Allemal als (schlechtes, da stinkendes und schlecht brennendes) Heizmaterial verwendbar.

Geld ist ein Symbol – es erlaubt uns, Prozesse zu steuern, ihnen einen symbolischen Wert zu geben, um sie mit anderen Prozessen auszugleichen. Wenn ich z.B. eine Webseite für einen Kunden entwickele, stecke ich nicht nur eine gewisse Anzahl von Stunden, sondern auch Fachkenntnisse, Fachwerkzeuge (bspw. Programmier- und Designsoftware die ich erst anschaffen musste) in das Projekt. Der Kunde benötigt die Webseite um z.B. Waren zu vertreiben – er hat sich eine Maschine bestellt, und in diese investiert. In dem Preis seiner Waren ist die Investition für die Maschine anteilig berücksichtig.

Was jedoch, wenn es Alternativen gibt? Bspw. würde niemand auf die Idee kommen, zu sagen “Hey, dieser Gärtner hintergeht unsere Bauern. Er zahlt nicht den vorgesehenen Preis in der professionellen Massenproduktion, er setzt nicht professionelle Methoden ein, um seine Tomaten zu ziehen, er verzichtet auf Dünger sowie Schädlingsbekämpfungsmittel … seine Tomaten können einfach nicht gut schmecken!”

Im Gegenteil – “natürliche”, selbst-angebaute oder selbst zubereitete Produkte gelten als besser, die Produktion derselben wird meistens bewundert und die Produkte auch gerne konsumiert.

Der Produktionsprozess erfordert kein “Geld” in dem Sinn – natürlich müssen unter Umständen Samen angeschafft, ein Garten angemietet usw. – es ist nunmal in unserer Welt momentan Usus – jedoch läuft der Prozess eigentlich ganz alleine, natürlich. Und das ist das faszinierende daran – ein organischer, selbsterhaltender Prozess!

In meinen Augen folgt Open Source Software oder auch Freeware zuweilen ähnlichen Modellen. Es gibt bspw. Caligari TrueSpace – ein professionelles 3D-Modelling und Renderingprogramm komplett kostenlos, inklusive allen Videotrainingskursen. Es gibt OpenOffice. Es gibt GNU/Linux und Debian. Es gibt auch Freeware von Microsoft – TrueSpace gehört Microsoft (sie haben es nach dem Kauf während einer Rezession eingestampft.) Der Bau und der Vetrieb dieser Softwarepakete entsteht manchmal aus vorher kostenpflichtigen (bspw. StarOffice) Paketen, manchmal wächst er organisch heran – Linux ist sicher ein prominentes Beispiel hierfür.

In allen Fällen wird Geld hier nicht primär als Steuerinstrument eingesetzt.

Geld ist wie Englisch – es ist Lingua Franca einer weiten Population auf der gesamten Erde, wir können uns mit den meisten Menschen dadurch verständigen, und unsere Umwelt dadurch manipulieren. Jedoch gibt es Menschen und Möglichkeiten, die nicht durch Geld erschaffen werden können. Kitschig, aber wahr: wahre Liebe z.B.. Nicht jeder Mensch spricht Englisch, nicht alle akzeptieren Dollars, Euro oder wie die Währungen auch immer heißen mögen. Zum Einen gibt es da Menschen die nie Englisch gelernt haben – zum anderen solche die es nicht lernen wollen. Genauso beim Geld: es gibt Menschen, die einfach mit dem Konzept des Geldes nichts anfangen können (indogene Völker), zugegeben diese sind einige wenige Hunderttausend auf dem Angesicht dieser Erde. Es gibt andere die schon so viel davon haben, dass sie wirklich loslassen können. Alle anderen können tendenziell mit genug Geld dazu gebracht werden, Dienste zu leisten (so wie ich bspw. Webseiten baue, Programmiere, Tanze, Singe und Gedichte schreibe). Daher ist Geld für uns so wertvoll – es ist Lingua Franca der Dienste, der Produkte und generell des Tausches von “Wertgegenständen”.

Niemand wird jedoch auf die Idee kommen, phantasmogorische erotisch angehauchte Machtphantasien über Englisch zu ersinnen. “Wenn ich erstmal 100.000 Worte Englisch spreche, ja dann, dann bin ich glücklich. Nein wirklich. Nur noch 99.000 Worte muss ich lernen!”. Niemand.

Genauso sollte man beachten, dass Geld eine Lingua Franca ist, nicht die Lingua Franca. Es gibt noch andere Tauschwerte – Stolz auf seine eigene Leistung (bspw. eleganter Open Source Code), Gütertausch, der Wunsch an die Community zurückzugeben (ich release demnächst einige Software kostenlos in Open Source aus tiefer Dankbarkeit meinen Library-Schreibern gegenüber. Wirklich geniale Libraries, das!) – and so on.

D.h. Geld ist primär nur Mittel zum Zweck. Es hat keinen intrinsischen Selbstwert, man muss ein Ziel haben, das man erreichen möchte.

Bspw. die Gründung einer GmbH, damit die Firma weiter wächst und solider wird – das erfordert 25.000 € Mindestkapitaleinlage (bei einem Alleingesellschaftler). Wenn ich also eine GmbH gründen möchte, DANN brauche ich Geld.

100 Millionen auf der Bank, oder ein Koffer voll wertlosem Papier machen ohne Ziel den Gegenwert einzufordern wirklich, wirklich keinen Sinn.

Lasst uns daher nach höherem schon jetzt streben, und Geldsorgen um die Zukunft (“Was wenn ich mir nur einen Porsche leisten kann? Nur einen einzigen? Ob das reicht?? Und was ist wenn er in der Werkstatt ist, was dann? Den vom Nachbarn leihen?!?) in den Wind schießen.

(In memory of a “high output writer” on the USENET. I once joined in a boycot against him. I’m truly, truly sorry. Think for yourself, Schmuck!)

Angriff des Killer-Chaos

Ich hatte einen Freund, der hat seinen Hund Kill-Beagle genannt. Obwohl das sicher der letzte Hund auf der Welt gewesen wäre, der einem was angetan hätte. Immerhin hat er aber furchtbar bellen können, und ich hatte immer eine gewisse Angst während ich vor seiner Wohnung stand. Würde mich die Bestie anfallen? Würde ich schmerzhafte Bisse erleiden müssen? Mutig sah ich dem Tod ins Auge und klingelte …

Heute sind Benni und sein Beagle schon einige Jahre aus meinem Leben getreten … es hat sich jedoch ein neuer heimlicher Killer gefunden. Keiner, der laut bellt und allgemein einfach präsent ist – eher einer der durch Zermürbung und Lustlosigkeit arbeitet. Termindruck, lästige Pflichten und unnötige Unterbrechungen, Einschränkungen und kleine Gemeinheiten sind seine Waffen.

Wie begegnet man einem unsichtbaren, unfassbaren Oktopus mit tausenden von Armen, mit denen er einen jeden Morgen sanft umschlingt, um einen liebevoll in die tiefsten, trübsten Gewässer zu zerren?

Was ist es, was ich vom Leben möchte – in diesem Augenblick?

Warum hat mich mein Antrieb verlassen, warum macht sich Lustlosigkeit breit? Arbeit wäre mehr als genug da. Vielleicht mehr, als ich in diesem Leben bewältigen kann. Doch der Antrieb reicht im Moment gerade nur noch dazu, diesen Artikel zu schreiben …

Angriff des Killer Chaos

Das was mich da so bedroht, was mir jetzt und in diesem Augenblick die Lebensfreude eintrübt ist das Killer-Chaos. Ungewißheit macht mir nichts aus – es ist die ständige scheinbar notwendige Beschäftigung mit Dingen die für mich spaßfrei sind.

Kein Wunder, werden doch viele Dinge schnell für mich langweilig und uninteressant, wenn ich mich ausgiebig mit ihnen beschäftigt habe.

Meine Seele strebt nach Großem, sofort.  Mein Verstand, mein Verantwortungsbewußtsein – oder ist es die Angst? – halten mich auf “dem Boden der Tatsachen”.

Nachdem alles auf dieser Welt relativ ist, und ich auch dafür bekannt bin, dass alles “doch noch funktioniert”, stellt sich mir die Frage: was bzw. wo ist der Boden der Tatsachen?

Gen Kolumbien!?

Wenn ich Lust hätte, könnte ich meine Aktien verkaufen und in einen Flieger nach Kolumbien steigen. Sogar der Reisepass ist verlängert.

Einen Moment reizt mich diese Idee. Und zwar nicht so sehr wegen Kolumbien sondern wegen des wahnsinnigen Chaos was in meinem Leben entstehen würde.

In Wirklichkeit mag ich das Chaos. Ich mag es, wenn ich überrascht werde und die Dinge nicht so laufen, wie ich sie geplant habe. Im Alltagstrubel vergesse ich das leider nur zu oft… das Chaos äußert sich im Kleinen und im Alltag. Es ist, wie der Beagle meines Freundes, ein bellender Hund. Und bellende Hunde beißen nicht.

Zitat

“Bankraub ist eine Unternehmung von Dilletanten.
Wahre Profis gründen eine Bank.”

- Bertolt Brecht

Ich will ergänzend dazu sagen: es ist schwierig, der Gier eine Linie zu ziehen, und “genug” zu sagen. Genug, dass das Depot um 10 % wächst.

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Ein Pakt mit dem Teufel

1071811 business manDie Illuminatus-Trilogie beschreibt – neben anderen lesenswerten Fragmenten – eine Szene in der Satan evoziert wird.

Dabei kommt zur Sprache, dass er jetzt dem Rufenden dienen wird, jedoch nach dem Tode der Rufende seinen Pakt erfüllen muss.

Wenn man das Ganze wirtschaftlich betrachtet – und wir können Satan und Konsorten sehr wohl wirtschaftliches und analytisches Denkvermögen unterstellen – erhält Satan durch den Handel einen Zugewinn.

Vielleicht ist das, was er auf der Erde für den Rufenden verrichtet, eine leichte Tat. Jedoch wird der Rufende nach seinem Ableben etwas für Satan tun können und müssen, was für ihn selbst mit hohem Aufwand verbunden wäre.

Da stellt sich mir die Frage – warum einen Pakt mit dem Teufel eingehen? Man “erkauft” sich dadurch eventuell Nachteile wenn man einmal gestorben ist. Vielleicht muss man in seiner Freizeit dann in der Hölle arbeiten oder hat ähnliche Unannehmlichkeiten.

Ist es vielleicht an der Zeit auch jetzt, hier in diesem irdischen Dasein, und nicht nur mit satanischen Pakten, die Folgen des eigenen Handels zu bedenken? Auf dass man nicht in der Hölle schmoren möge, egal in welcher Funktion.

Wir drehen uns im Kreis …

Ist das nicht verrückt? Ein Mann versucht in den Kühlschrank zu krabbeln weil er zu warm angezogen ist… anstelle einfach seinen Pulli auszuziehen.

Doch was machen wir anderes im täglichen (Gefühls)Leben?

1130935 heart rules - no loveWas ist beispielsweise Liebeskummer? Ist da nicht täglich, stündlich der Wunsch, die Gefühle eines anderen Menschen zu ändern, damit die eigenen Gefühle (Traurigkeit, Deprimiertheit, Verzweiflung …) geändert werden?

Buddha sprach vor vielen hundert Jahren vom Nicht-anhaften. Krishna unterwies Arjuna auf dem Streitfeld von Kurukshetra in genau den gleichen Dingen (… do work for work’s sake …). Die Lösung ist also bekannt, wird jedoch nicht angewendet: Menschen sind Meister in der hohen Kunst des Augenverschließens – bzw. sie werden von ihren Gefühlen gemeistert und zum Augenverschließen bewegt.

Wie oft, schien es, brauchte man nur noch dieses eine Ding, diese eine Beziehung, diesen einen neuen Auftrag, und danach würde sich die Welt ändern. Die Welt, die schon seit 14 Milliarden Jahren existiert. Diese Welt zumindest.

Nun, diese Erfahrungen haben zumindest etwas gutes: man macht sie einmal, zweimal, immer wieder … bis man einfach keine Lust mehr darauf hat.

Gentlemen, der Punkt ist bei mir schon seit längerem erreicht. Jetzt mache ich es offiziell: ich habe keine Lust mehr darauf, mich von meinen Gefühlen regieren zu lassen, und “natürlich” zu reagieren. Auf Beleidigungen, Nicht-Zurückgeliebt-Werden, Ungerechtigkeiten, Drohungen, Schmähungen, Enttäuschungen uvm.

Die Zeit die ich in diesem Zustand, der sich Leben nennt, verbringen darf, schreitet unerbittlich fort. Immer weiter, bis zum Tod. Der Endpunkt der einen genauso überrascht wie einstmals das Physikum oder die Scheinfreiheit. Und es gibt noch viel zu tun! Viel zu sehen, viel zu entdecken!

Man mag einwenden, dass dieses Gefühl der Neugier auf das Leben AUCH ein Gefühl ist, und ich mich ebenfalls davon steuern lasse. Guter Einwand, schlechtes Gegenargument: es ist das harmloseste und produktivste Gefühl. Ich mache mich am wenigsten von der Welt abhängig. Wenn es in einer Richtung nichts mehr weiter zu entdecken gibt, breche ich meine Zelte ab und reite in den Sonnenuntergang.

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Images: sxc.hu (timobalk & plrang. Thanks, guys!)

Cluny Brown auf Freiersfüßen

… ich schaue gerade diesen Film …

Cluny eckt mit ihrer unorthodoxen Art an. Andere scheinen mit den gesellschaftlichen Erfordernissen des Moments besser zurechtzukommen, und die Dinge zu machen, die gerade angebracht sind.

Warum werden Menschen wie sie hinter vorgehaltener Hand und sogar offen kritisiert?

Es geht um Sicherheit – und eigentlich um Bequemheit. Um die Sicherheit des Spielpartners im sozialen Spiel, sich auf die Reaktionen des anderen verlassen zu können.

Mag man manche Dinge im sozialen Spiel nicht direkt sagen können – wenn man dessen Regeln beherrscht, kann man es dem anderen andeuten. Und darauf hoffen, dass er es auch versteht, und entsprechend handelt.

Auch um Bequemheit geht es – darum, sich keine neuen Strategien überlegen zu müssen, mit neuen Situationen umzugehen. Es werden bewährte Rezepte genommen, die von gestern, die von vorgestern, und die von den Urahnen.

Menschen die etwas Neues probieren möchten, ja geradezu eine animalische Sehnsucht nach Neuem verspüren, denen weht da eine Intoleranz entgegen, die sie oft, wie Cluny Brown, verletzt. Diese Menschen können aber nicht anders … auch sie folgen ihrer ihnen im vornhinein gegebenen Bestimmung: die Menschheit zu neuen Horizonten zu führen, neue Rezepte für die nächsten Generationen einzuführen. Und den Traum von Morgen heute real zu machen.

- für Georg.

Zeit sparen

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… warum hasten? Wohin sich beeilen?

Um noch mehr Zeit zu haben für die unangenehmen Dinge? Die Dinge, die einem keinen Spaß machen, für die man aber in der Pflicht steht?

Mag sein, dass es für einen früher reizvoll war, genauso wie das Tanzen am Anfang seinen besonderen Reiz hat – man lernt ständig neue Figuren, hat Spaß an der Herausforderung …

Lieber im Bett bleiben und richtig genießerisch ausschlafen, die Welt um sich vergessen – das ist manchmal das beste Glück, wenn man vor Verpflichtungen nicht mehr weiß wo einem der Kopf steht.

Noch besser: die uninteressanten, unangenehmen Pflichten, bei denen man eine Wahl hat, nach und nach abbauen / auslagern.

Bild: O_m // sxc.hu